Aufkleber „Energiesteckdose“

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Du willst ein Balkonkraftwerk, bzw. ein sog. Steckersolargerät betreiben und brauchst dafür eine spezielle „Energiesteckdose“?

Für die technische Sicherheit von Steckersolargeräten sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten, insbesondere die Norm VDE-AR-N 4105. Laut dieser Norm muss ein Steckersolargerät über eine spezielle „Energiesteckdose“ an das Haushaltsnetz angeschlossen werden. In Berufung darauf verlangen einige Netzbetreiber, dass die Einhaltung dieser Norm und die Verwendung einer Energiesteckdose bei der Anmeldung eines Steckersolargerätes bestätigt wird.

Grundsätzlich kann jede Haushaltssteckdose eine „Energiesteckdose“ sein, wenn untenstehende Sicherheitshinweise beachtet und die Haushaltssteckdose entsprechend den Anforderungen der Norm gekennzeichnet werden.

Verwende dafür unseren Aufkleber!

Kooperationspartner:

Sicherheitshinweise:

zur technischen Sicherheit Ihres Steckersolargerätes und
zur Verwendung Ihrer Haushaltssteckdose als „Energiesteckdose“.

Technische Sicherheit 

Für die Sicherheit von Steckersolargeräten wie auch für die Anmeldung beim Netzbetreiber sind die geltenden Sicherheitsstandards zu beachten. So erfüllst Du die allgemein anerkannten Regeln der Technik, insbesondere die VDE-AR-N 4105:

1. Verwende nur Wechselrichter mit einem integrierten zertifizierten NA-Schutz nach DIN VDE-AR-N-4105.

Damit werden sowohl schädliche Netzrückwirkungen ausgeschlossen als auch die Verkehrssicherheit gewährleistet. Der Wechselrichter schaltet dank der Schutzvorrichtung innerhalb von 0,2 Sekunden ab, sobald der Stecker gezogen wird. Somit gibt es keine Gefahr eines gefährlichen Stromschlags, wenn man die Stifte des Steckers berührt. Ein Einheitenzertifikat sollte vorliegen, um es auf Verlangen vorzeigen zu können.

2. Die Belastbarkeit der Leitungen darf nicht überschritten werden. Bis zu einer Leistung von maximal 600 W pro Haushalt = pro Stromzähler gilt eine Einspeisung als sicher. Wenn man weiß oder vermutet, dass man eine überalterte oder problematische Hausinstallation hat, sollte man unbedingt einen Elektriker hinzuziehen.

Die Norm fordert, dass auf der Steckdose die Formel „Iz ≥ In + Ig“ angegeben wird. Dies bedeutet, dass die Belastbarkeit der Leitungen im Haushalt (Iz) größer sein muss als die Summe aus Bemessungsausgangsstrom der Einspeisung (In) und Bemessungsstrom der Sicherung (Ig). Die Leistung der Solarmodule kann daher zwar beliebig hoch sein (innerhalb der im Datenblatt des Wechselrichters genannten Input-Grenzen), die Leistung des Wechselrichters selbst muss jedoch auf 600 W (bzw. VA) pro Haushalt (resp. Stromzähler) begrenzt sein. Eine Einspeisung mit einem höheren Bemessungsausgangsstrom als 2,6 Ampere (entspricht 600 W im 230V-Netz) könnte bei Verwendung der gebräuchlichen 1­­6 Ampere-Sicherungen zu einer Überlastung der Leitungen und damit zu Brandgefahr führen!

Schuko-Steckdose als Energiesteckdose

Benutze den Aufkleber, um deine Haushaltssteckdose als Energiesteckdose zu kennzeichnen

WICHTIG: Es dürfen niemals Mehrfachsteckdosen für den Anschluss von (mehreren) Steckersolargeräten verwendet werden!

Die Frage der Steckverbindung betrifft nicht den Netzbetreiber. Seine Zuständigkeit endet am Stromzähler. Allerdings sind die geltenden Normen einzuhalten, insbesondere die Anschlussnorm VDE V 0100-551-1. Nach dieser kann ein Steckersolargerät sowohl über einen Festanschluss als auch über eine „spezielle Energiesteckdose“ angeschlossen werden. Eine „spezielle Energiesteckdose“ ist grundsätzlich jede Steckdose, welche den Schutz vor elektrischem Schlag gewährleistet.1 Die Haushalts- (= Schutzkontakt/Schuko-) Steckdose kann eine Energiesteckdose sein, wenn gewährleistet ist, dass an den freiliegenden Steckerstiften des zugehörigen Steckers keine gefährliche Spannung anliegt. Dies ist durch den o.g. NA-Schutz gewährleistet.

Darüber hinaus ist die Energiesteckdose nach der Anschlussnorm mit dem maximal zulässigen Bemessungsausgangsstrom der Einspeisung sowie einem Hinweis auf die Einhaltung der Belastungsgrenzen des Stromkreises zu kennzeichnen.


  1. Eine Energiesteckvorrichtung besteht immer aus einem Stecker und einer Steckdose. Stecker und Steckdose müssen so konstruiert sein, dass berührbare Steckerstifte in nicht gestecktem Zustand nicht unter Spannung stehen. Für eine Energiesteckvorrichtung verweist DIN VDE V 0100-551-1 (VDE V 0100-551-1) exemplarisch auf DIN VDE V 0628-1 (VDE V 0628-1). Werden die in der Norm DIN EN 61140 (VDE 0140-1) aufgeführten Schutzziele erreicht, sind aber auch andere technische Lösungen zulässig.
    Quelle: https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/energy/mini-pv-anlage-solar-strom-balkon-nachhaltig-erzeugen ↩︎